Tandemsprung FAQ Schweiz
Alle Fragen rund um deinen ersten Sprung – ehrlich, direkt und aus erster Hand beantwortet.
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Sicherheit, Ablauf, Alter, Kosten – alles was du wissen musst, bevor du springst
Deine Fragen – direkt beantwortet
Ein Tandemsprung ist für die meisten Menschen ein einmaliges Erlebnis. Klar, dass dabei viele Fragen auftauchen: Wie sicher ist das? Was wenn ich Angst habe? Darf ich überhaupt springen? Hier findest du alle Antworten – ohne Marketingsprache, ohne Schönfärberei.
Unsere FAQ basiert auf den häufigsten Fragen, die echte Erstspringer stellen. Wenn deine Frage hier nicht dabei ist, hilft dir der jeweilige Sprungplatz direkt weiter.
Ablauf & Vorbereitung
Nach Anmeldung und Anreise beginnt ein rund 30-minütiges Briefing, in dem dein Tandempilot alles Wichtige zu Sicherheit, Körperhaltung und Ablauf erklärt. Anschliessend wird die Ausrüstung angelegt und ihr steigt gemeinsam ins Flugzeug – der Aufstiegsflug dauert ungefähr 20–25 Minuten, bis ihr die Absprunghöhe von ca. 4'000 m über Meer erreicht. Nach dem Exit aus dem Flugzeug folgen etwa 45 Sekunden Freifall mit über 200 km/h, bevor der Pilot den Hauptschirm öffnet. Unter dem geöffneten Fallschirm gleitet ihr dann entspannte 5–7 Minuten zur Erde – Zeit für einen Panoramablick auf die Schweizer Landschaft. Die Landung erfolgt gezielt auf dem Gesäss; der Pilot gibt dir kurz vorher die notwendigen Anweisungen. Nach dem Sprung gibt es eine kurze Nachbesprechung und du kannst dein Erlebnis Revue passieren lassen.
Kleidung, in der du dich wohl und beweglich fühlst – keine weite Hosen, die sich im Wind aufblähen. Feste Schuhe oder Turnschuhe sind Pflicht; offene Sandalen oder High Heels sind nicht erlaubt. Verzichte auf losen Schmuck und Piercings, die herausstehen, da diese beim Sprung stören oder verloren gehen können. Bring deinen Ausweis mit – bei Minderjährigen ist zusätzlich eine schriftliche Einverständniserklärung beider Elternteile erforderlich. Alles andere – Sprunganzug, Helm, Brille, Gurtsystem – bekommst du direkt am Sprungplatz gestellt.
Bei schlechtem Wetter – Wolken, Wind oder Regen – wird der Sprung auf einen anderen Termin verschoben, nicht einfach annulliert. Die Sicherheit hat dabei absoluten Vorrang; kein seriöser Anbieter springt bei unsicheren Bedingungen. Plane deinen Tag daher möglichst flexibel ein und reise nicht von weit her mit einem starren Zeitfenster. Viele Sprungplätze bieten eine Wetterhotline oder App an, über die du den aktuellen Status abrufen kannst. Dein bereits bezahlter Betrag bleibt für den nächsten Termin vollständig gültig.
Rechne mit drei bis fünf Stunden vor Ort – auch wenn der eigentliche Sprung nur wenige Minuten dauert. In dieser Zeit sind das Briefing, das Anlegen der Ausrüstung, der Aufstiegsflug, mögliche Wartezeiten wegen anderer Gruppen oder Wetterfenstern und die Nachbesprechung enthalten. An vollen Wochenenden im Sommer kann die Wartezeit auch mal länger sein. Plant den Tag bewusst, ohne enge Anschlussverpflichtungen – so geniesst du das Erlebnis entspannt.
Ja – eine leichte Mahlzeit zwei bis drei Stunden vor dem Sprung ist ideal. Vermeide schwere, fettige Speisen oder grosse Mengen direkt vor dem Termin, da der Adrenalinschub und der Druckwechsel auf nüchternen Magen oder nach üppigem Essen zu Übelkeit führen können. Alkohol ist tabu – kein seriöser Sprungplatz lässt Gäste unter Einfluss von Alkohol oder Drogen springen. Ein leichtes Frühstück oder ein Snack hält dich fit, ohne dich träge zu machen.
Angst & Sicherheit
Nervosität und Angst vor dem Absprung sind völlig normal – fast jeder Erstspringer erlebt das, egal wie cool er nach aussen wirkt. Der Adrenalinstoss gehört dazu und ist ein Teil des Erlebnisses. Erfahrene Tandempiloten arbeiten täglich mit ängstlichen Gästen und wissen genau, wie sie dich ruhig und sicher durch den Moment führen. Bemerkenswert ist: Angst vor dem Sprung ist nicht dasselbe wie Angst im Freifall – die allermeisten Menschen beschreiben den Moment nach dem Exit als pure Euphorie und Leichtigkeit, nicht als Panik. Wenn du zu stark zitterst, kannst du jederzeit mit deinem Piloten reden; er entscheidet gemeinsam mit dir, wie es weitergeht.
Statistisch gesehen ist Tandemfallschirmspringen sicherer als viele Alltagsaktivitäten – die Unfallrate liegt bei etwa 1 schwerwiegendem Unfall pro 500'000 Tandemsprüngen. In der Schweiz unterliegen alle kommerziellen Sprungbetriebe den strengen Kontrollen und Bewilligungspflichten des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL). Dein Pilot verfügt über tausende Sprünge Erfahrung und eine spezifische Tandemlizenz. Die gesamte Ausrüstung wird regelmässig durch zertifizierte Rigger geprüft und gewartet. Das grösste Restrisiko bleibt, wie in allen Outdoorsportarten, ein menschliches – weshalb Sicherheitskultur und Professionalität des Anbieters zentral sind.
Diese Frage stellen sich die meisten Erstspringer – und die Antwort ist beruhigend: Jedes Tandemset hat zwei vollständige, voneinander unabhängige Fallschirme. Der Hauptschirm wird vom Piloten aktiv geöffnet; versagt er, folgt der Reserveschirm. Zusätzlich ist ein AAD (Automatic Activation Device) eingebaut – ein computergesteuertes Gerät (z.B. Cypress), das den Reserveschirm automatisch auslöst, sollte die Sinkgeschwindigkeit in einer bestimmten Höhe noch zu hoch sein. Diese dreifache Redundanz macht einen unkontrollierten Aufprall bei korrekt gewarteter Ausrüstung und einem erfahrenen Piloten extrem unwahrscheinlich.
Tandemlandungen sind in der Regel sanft und kontrolliert – ihr landet gemeinsam auf dem Gesäss auf einem flachen Wiesenfeld. Dein Pilot weist dich kurz vor der Landung an, die Beine leicht anzuheben und nach vorne zu strecken; knie nicht durch und ziehe die Beine nicht nach hinten. Der Pilot steuert den Fallschirm und bremst ihn kurz vor dem Boden ab. Verletzungen bei Tandemlandungen sind selten und entstehen meist durch Nichtbeachten der Instruktionen. Hör einfach auf deinen Piloten – dann läuft es problemlos.
Voraussetzungen
In der Schweiz ist ein Tandemsprung ab 16 Jahren mit einer schriftlichen Einverständniserklärung beider Elternteile möglich. Ab 18 Jahren können Gäste selbstständig und ohne Zustimmung der Eltern buchen. Einige Anbieter setzen das Mindestalter aus eigener Policy bei 18 Jahren an – es lohnt sich, das direkt beim jeweiligen Sprungplatz zu erfragen. Ein offizielles Höchstalter gibt es nicht; entscheidend ist der allgemeine Gesundheitszustand. Es gibt Beispiele von Tandemspringern weit jenseits der 70 oder 80 Jahre.
Typischerweise liegt das Limit bei 100–110 kg; einzelne Anbieter akzeptieren bis zu 120 kg. Höheres Gewicht erhöht die mechanische Belastung für Gurtsystem und Ausrüstung und kann die Sinkgeschwindigkeit beeinflussen – weshalb die Limits aus Sicherheitsgründen existieren und nicht willkürlich sind. Übergewicht bedeutet nicht automatisch, dass ein Sprung nicht möglich ist; oft spielen auch Körperbau und Gesamtgewicht mit dem Piloten eine Rolle. Im Zweifelsfall unbedingt vor der Buchung direkt beim Anbieter nachfragen, um Enttäuschungen am Sprungplatz zu vermeiden.
Nein – besondere körperliche Fitness ist nicht erforderlich. Du musst lediglich in der Lage sein, kurz auf einem Sprungbrett oder an einer Flugzeugtür zu stehen und dich auf Anweisung des Piloten in die Bogenposition zu bringen. Alle technischen Aspekte – Steuerung des Fallschirms, Sicherung, Landung – übernimmt vollständig dein Tandempilot. Auch ältere Personen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität können oft einen Tandemsprung absolvieren; am besten kurz beim Anbieter nachfragen, falls du dir unsicher bist.
Das kommt auf das jeweilige Medikament an. Die Grundregel lautet: Kein Schwindel, keine Ohnmachts- oder Krampfrisiken, keine Beeinträchtigung des Gleichgewichts oder der Reaktionsfähigkeit. Viele gängige Medikamente – etwa Blutdruckmittel oder leichte Antidepressiva – stellen kein Problem dar. Bei Blutverdünnern oder Mitteln, die die Herzfrequenz stark beeinflussen, ist Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall sprich sowohl mit deinem Arzt als auch vorab mit dem Sprungplatz; deine Sicherheit hat immer Vorrang.
Ja, problemlos. Kontaktlinsenträger können ihre Linsen normal tragen – die Schutzbrille, die du am Sprungplatz bekommst, hält Wind und Staub zuverlässig ab. Brillenträger erhalten eine spezielle Überbrille, die über die normale Brille gezogen wird, sodass du deinen Sehbehelf während des gesamten Sprungs tragen kannst. Es gibt also keinen Grund, wegen einer Sehhilfe auf dieses Erlebnis zu verzichten.
Ausrüstung & Technik
AAD steht für Automatic Activation Device – auf Deutsch automatisches Auslösegerät. Das bekannteste Modell ist das Cypress. Es ist ein kleines Computergerät, das kontinuierlich Höhe und Sinkgeschwindigkeit misst. Registriert es, dass sich jemand in einer zu tiefen Höhe noch mit zu hoher Geschwindigkeit sinkt – also der Reserveschirm nicht geöffnet wurde –, löst es selbstständig den Reserveschirm aus. In der Schweiz ist ein funktionsfähiges AAD in jedem Tandemset Pflicht. Es ist die letzte Sicherheitsstufe einer mehrstufigen Absicherung.
Ein vollständiges Tandemset – mit Haupt- und Reserveschirm, Gurtsystem und AAD – wiegt ungefähr 15–20 kg. Da das Gurtsystem eng und ergonomisch an deinen Körper angepasst wird, spürst du das Gewicht kaum als Last. Im Freifall ist das Gewicht ohnehin irrelevant, da ihr beide mit derselben Geschwindigkeit sinkt; unter dem geöffneten Schirm trägt der Fallschirm das gesamte Gewicht beider Personen zuverlässig.
In der Schweiz wird standardmässig aus ca. 4'000 m über Meer gesprungen – das entspricht etwa 800–1'000 m mehr als in vielen deutschen Dropzones, da die Schweizer Gelände bereits auf höherem Niveau liegt. Dies resultiert in einem Freifall von rund 45 Sekunden bei über 200 km/h. Anschliessend gleitet ihr 5–7 Minuten unter dem geöffneten Schirm zur Erde, was auch einen herrlichen Panoramablick auf Alpen, Seen und Täler ermöglicht.
Gutscheine & Buchung
Ja – Tandemsprung-Gutscheine sind eines der beliebtesten aussergewöhnlichen Geschenke für Geburtstage, Jubiläen, Weihnachten oder besondere Anlässe. Die Gutscheine gibt es direkt bei den Anbietern; die Gültigkeitsdauer beträgt meist ein bis zwei Jahre. Auf unserem Portal findest du eine Übersicht aller Sprungplätze in der Schweiz, die Gutscheine anbieten – schau direkt bei Tandemsprung Gutscheine vorbei.
In den Sommermonaten Juni bis August sind Wochenenden bei den meisten Schweizer Sprungplätzen vier bis acht Wochen im Voraus ausgebucht – wer spontan am Wochenende springen möchte, hat es schwer. Unter der Woche oder in den Monaten Frühling und Herbst ist kurzfristiger Buchen oft möglich. Plane am besten früh und buche direkt beim Anbieter deiner Wahl, um dir deinen Wunschtermin zu sichern.
Die meisten seriösen Anbieter verschieben deinen Termin bei rechtzeitiger Absage – in der Regel mindestens 24–48 Stunden vorher – kostenlos auf einen anderen Termin. Bei kurzfristiger Absage oder Nichterscheinen können je nach AGB Kosten entstehen. Lies die Buchungsbedingungen des jeweiligen Anbieters vor der Zahlung sorgfältig durch und kläre im Zweifelsfall direkt, wie im Krankheitsfall vorgegangen wird. Eine Reiseversicherung oder Veranstaltungsversicherung kann hier zusätzliche Absicherung bieten.