Extremsport Schweiz
Der ultimative Adrenalinrausch – springe von Klippen, Brücken und Felswänden inmitten der atemberaubenden Schweizer Alpen.
Mehr erfahrenBuilding · Antenna · Span · Earth – der Extremsport mit den kürzesten Freifall-Zeiten der Welt
Von den Grundlagen bis zur Ausrüstung – alles Wichtige über den Extremsport BASE jumping.
BASE ist ein Akronym für die vier Kategorien von Absprungobjekten: Building (Gebäude), Antenna (Antenne), Span (Brücke oder Spannweite) und Earth (Erde – Klippen, Felswände, Berge). Im Gegensatz zum Fallschirmspringen aus 4'000 Metern Höhe beginnt BASE jumping in 600 bis 800 Metern.
BASE jumping ist kein Einstiegssport. Empfohlen werden mindestens 200 Fallschirmsprünge sowie eine dedizierte BASE-Ausbildung bei einem zertifizierten Instruktor. Der Zeitdruck ist extrem: Vom Absprung bis zur Schirmöffnung bleiben oft nur wenige Sekunden. Sorgfältige Vorbereitung ist lebensnotwendig.
Ein BASE-System unterscheidet sich grundlegend vom Skydiving-Equipment: Es gibt nur einen Fallschirm (keinen Reserve), dafür mit speziell entwickelten Öffnungssystemen für niedrige Höhen. Pilotschirm, Container und Hauptschirm müssen exakt auf den Springer und die Absprungstelle abgestimmt sein. Korrekte Ausrüstung und regelmässige Wartung sind nicht verhandelbar.
Die 2007 gegründete Swiss Base Association koordiniert BASE jumping in der Schweiz. Sie pflegt Beziehungen zu Behörden, Grundeigentümern und Gemeinden und stellt Landekarten aus – obligatorisch für das Springen in Lauterbrunnen und Walenstadt. Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, in denen BASE jumping legal ausgeübt werden kann.
Alles was du über BASE jumping in der Schweiz wissen musst
Ja – die Schweiz ist eines der wenigen Länder weltweit, in denen BASE jumping legal und weitgehend uneingeschränkt ausgeübt werden kann. Die Gesetzgeber haben darauf verzichtet, den Sport zu verbieten, da unkontrollierte Regulierung den Sport gefährlicher machen könnte. Für bestimmte Gebiete wie Lauterbrunnen und Walenstadt ist jedoch eine Landekarte der Swiss Base Association (SBA) obligatorisch.
BASE jumping ist ausschliesslich für erfahrene Springer. Empfohlen werden mindestens 200 Fallschirmsprünge sowie fundierte Kenntnisse in Canopy Piloting und Notfallverfahren. Danach folgt eine dedizierte BASE-Ausbildung (FJC – First Jump Course) bei einem zertifizierten Instruktor. Es gibt keinen legalen Weg, BASE jumping ohne Vorerfahrung im Fallschirmspringen zu starten.
Die SBA ist eine 2007 gegründete gemeinnützige Organisation, die BASE jumping in der Schweiz koordiniert und unterstützt. Sie pflegt den Dialog mit lokalen Behörden, Landwirten und Gemeinden, stellt Landekarten aus und fördert sicheres und verantwortungsvolles BASE jumping. Ein Beitritt zur SBA ist für alle aktiven BASE jumper in der Schweiz sehr empfohlen.
Für das Springen in Lauterbrunnen oder Walenstadt ist der Kauf einer Landekarte der SBA obligatorisch. Diese Karte gilt für beide Orte und trägt zur Finanzierung der Beziehungspflege mit Grundeigentümern und Behörden bei. Sie kann direkt über die Swiss Base Association erworben werden. Ohne gültige Landekarte riskierst du den Ausschluss vom Sprunggebiet.
In der Schweiz unterliegen BASE jumper gemäss BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt) denselben rechtlichen Vorschriften wie Fallschirmspringer. Eine Haftpflichtversicherung sowie eine Unfallversicherung werden dringend empfohlen. Viele Standardversicherungen schliessen Extremsportarten aus – prüfe deine Police genau und wende dich bei Fragen an die SBA.
Das Lauterbrunnen-Tal (auch «Death Valley» genannt) ist mit rund 15'000 Sprüngen pro Jahr die bekannteste BASE-jumping-Destination weltweit. Die Klippen sind bis zu 500 Meter hoch. Walenstadt ist ein weiteres beliebtes Gebiet. Der Eiger mit seiner 1'800 Meter hohen Nordwand bietet spektakuläre, aber anspruchsvollste Sprungmöglichkeiten für sehr erfahrene Springer.