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Alles was du über Fallschirmspringen in der Schweiz wissen musst – von deinem ersten Tandemsprung bis zur A-Lizenz, Sicherheit, Preisen und offiziellen Dokumenten.

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Tandemsprung

Beim Tandemsprung springst du zusammen mit einem erfahrenen Tandem-Instruktor aus einem Flugzeug – ihr seid mit einem gemeinsamen Fallschirmsystem verbunden. Nach einer kurzen Bodenschulung (ca. 20 Minuten) steigt ihr auf 3'500–4'000 m. Der freie Fall dauert ca. 40–60 Sekunden bei rund 200 km/h, gefolgt von einem ruhigen Gleitflug unter dem Schirm für weitere 5–8 Minuten bis zur Landung.

Das gesetzliche Mindestalter in der Schweiz beträgt 16 Jahre. Minderjährige zwischen 16 und 18 Jahren benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Für Personen unter 16 Jahren ist ein Tandemsprung in der Schweiz nicht erlaubt – unabhängig von elterlichem Einverständnis.

Ja, die meisten Sprungplätze haben ein maximales Körpergewicht von 100–110 kg. Einige Schulen akzeptieren bis zu 120 kg mit einem Aufpreis für das grössere Tandem-System. Das Gewichtslimit gilt aus Sicherheitsgründen und aufgrund der Ausrüstungszertifizierung. Bitte kontaktiere deinen Sprungplatz direkt, wenn du dir unsicher bist.

Personen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie, kürzlich durchgeführten Operationen oder starken Rückenproblemen sollten vor dem Sprung ärztlichen Rat einholen. Bei Schwangerschaft ist ein Sprung nicht erlaubt. Im Zweifel empfehlen wir, ein ärztliches Attest einzuholen. Die Endentscheidung liegt immer beim Instruktor vor Ort.

Ja! Die meisten Sprungplätze bieten Foto- und Videopakete an. Ein ausgebildeter Kameramann springt mit und dokumentiert euren Freifall aus nächster Nähe. Das Videomaterial wird meist als USB-Stick oder digitaler Download geliefert. Eigene Kameras (Handkameras, GoPro etc.) sind für Tandemspringer aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

Trage bequeme, sportliche Kleidung und feste Schnürschuhe (keine Sandalen, Stiefel oder Schuhe mit Absatz). Brillen können mit einem Sicherungsband gesichert werden. Kontaktlinsen sind kein Problem. Bringe einen gültigen Ausweis mit. Der Sprungplatz stellt Overall, Helm und alle Ausrüstungsteile. Minderjährige bringen zusätzlich die Einverständniserklärung der Eltern mit.

In der Hochsaison (Juni–September) sind Plätze sehr begehrt – eine Buchung 2–4 Wochen im Voraus ist empfehlenswert. Früh buchende Gruppen sichern sich die besten Zeitfenster. Kurzfristige Buchungen sind manchmal möglich, hängen aber stark von Wetter und Kapazität ab. Für Wochenenden und Feiertage unbedingt frühzeitig buchen.

Ja, und das ist der klassische Weg! Viele spätere Skydiver haben mit einem Tandemsprung angefangen. Ein Tandemsprung ist aber keine Voraussetzung für die AFF-Ausbildung – du kannst direkt einsteigen. Einige Schulen bieten Kombi-Pakete (Tandem + AFF Level 1) an, die eine kosteneffiziente Möglichkeit sind, in die Ausbildung zu starten.

AFF Ausbildung

Eine vollständige AFF-Ausbildung (Level 1–7 inkl. Bodenschulung) kostet je nach Schule zwischen CHF 2'000 und CHF 3'500. Dazu kommen die Konsolidierungssprünge bis zur A-Lizenz (insgesamt mind. 25 Sprünge). Viele Schulen bieten Pauschalangebote an, die Ausrüstungsmiete und alle Sprünge bis zur Lizenz umfassen.

Das Mindestalter beträgt 16 Jahre (mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten). Du musst in guter körperlicher Verfassung sein und solltest keine schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Vorerfahrung ist nicht erforderlich. Das maximale Körpergewicht liegt meist bei 100 kg. Ein ärztliches Attest kann je nach Schule verlangt werden.

Die 7 AFF-Level lassen sich in 2–4 Wochenenden absolvieren. Bis zur vollständigen A-Lizenz (mind. 25 Sprünge + theoretische Prüfung) dauert es typischerweise eine Saison (April–Oktober). Intensivkurse erlauben eine Ausbildung in wenigen Wochen am Stück. Die Geschwindigkeit hängt von deinem Fortschritt, dem Wetter und der Verfügbarkeit der Instruktoren ab.

Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Du wiederholst das Level so oft wie nötig. Dein Instruktor bespricht die Videoaufnahme mit dir und erklärt genau, was zu verbessern ist. Wiederholungen kosten extra, sind aber ohne Zeitdruck möglich. Sicherheit geht immer vor Schnelligkeit in der Ausbildung.

Während der AFF-Ausbildung stellt dir die Schule die gesamte Ausrüstung (Fallschirmsystem, Overall, Helm, Handschuhe, Altimeter und AAD). Du benötigst nur feste Sportschuhe. Erst nach der A-Lizenz empfiehlt sich die Anschaffung eigener Ausrüstung – dein Instruktor berät dich gerne bei der Auswahl.

Ja. Die Schweizer A-Lizenz (Swiss Brevet A) wird in allen FAI-Mitgliedsstaaten grundsätzlich anerkannt. Bei Sprüngen im Ausland kann ein Nachweis einer bestimmten Sprunganzahl oder einer USPA-Mitgliedschaft verlangt werden (z.B. in den USA). Erkundige dich vor einer Reise direkt beim Zielsprungplatz über die lokalen Anforderungen.

Ja, viele AFF-Schulen bieten Gutscheine für die Bodenschulung und den ersten AFF-Sprung an – ein einzigartiges Geschenk für alle, die Skydiver werden wollen. Kontaktiere die gewünschte Schule direkt für ein Gutscheinangebot. Alternativ bieten einige Schulen auch Kombi-Pakete (Tandem + AFF Level 1) als Einstiegsgeschenk an.

Level 00 (Bodenschulung) ist der theoretische und praktische Vorbereitungstag am Boden. Du lernst Sicherheitsverfahren, Notfallprozeduren, Körperhaltung im Freifall und den Ablauf des ersten Sprungs. Level 1 ist dann der erste echte Sprung aus ca. 4'000 m mit zwei Instruktoren – jeweils einer links und rechts von dir, die dich im Freifall sichern und begleiten.

Sicherheit & Ausrüstung

Fallschirmspringen ist eine regulierte Luftfahrtaktivität in der Schweiz. Alle kommerziellen Tandem-Instruktoren und AFF-Ausbildner benötigen eine vom BAZL anerkannte Lizenz. Die Ausrüstung wird regelmässig von zertifizierten Riggers gewartet und geprüft. Moderne Fallschirmsysteme verfügen über automatische Auslösevorrichtungen (AAD) als zusätzliche Sicherheitsstufe.

Eine AAD (Automatic Activation Device) ist ein computergesteuertes Gerät, das den Reservefallschirm automatisch öffnet, wenn es erkennt, dass der Springer in einer bestimmten Höhe noch zu schnell fällt. Die bekannteste AAD ist das CYPRES (Cybernetic Parachute Release System). Die AAD ist eine lebensrettende Notfalloption, kein Ersatz für korrektes Handeln.

In der Schweiz muss der Reservefallschirm gemäss den Vorschriften des BAZL 1× jährlich von einem zugelassenen Rigger gepackt, geprüft und dokumentiert werden. Das Packdatum wird mit einem offiziellen Sicherheitssiegel versehen. Ein Reservefallschirm ohne gültiges Packdatum darf nicht verwendet werden.

Der Hauptschirm (Main) wird bei jedem Sprung geöffnet. Er ist auf schnelle Öffnung und gute Flugcharakteristiken ausgelegt. Der Reserveschirm (Reserve) ist das Notfallsystem und wird nur bei einer Fehlfunktion des Hauptschirms eingesetzt. Jedes Fallschirmsystem enthält beide Schirme, eine AAD und eine RSL (Reserve Static Line), die den Reserveschirm beim Ausrucken des Hauptschirms automatisch öffnet.

Nach der A-Lizenz (25 Sprünge) sind Solosprünge unter Aufsicht möglich. Für die B-Lizenz sind 200 Sprünge vorgeschrieben. Für Wingsuit-Fliegen empfehlen die meisten Hersteller mindestens 200 Sprünge. Für Canopy Piloting (Swooping) und BASE-Jump gelten eigene Mindestanforderungen. Erkundige dich bei deiner Schule nach spezifischen Anforderungen.

Den Hauptschirm darf jeder Lizenzierte Fallschirmspringer für sich selbst packen – nach entsprechender Ausbildung. Den Reserveschirm darf in der Schweiz ausschliesslich ein vom BAZL zugelassener Rigger (Packlizenz) packen und versiegeln. Das Packen des Reserveschirms durch Unlizenzierte ist gesetzlich verboten und gefährlich.

Buchung & Preise

Ein Tandemsprung kostet in der Schweiz je nach Sprungplatz und Höhe zwischen CHF 290 und CHF 450. Inklusive Videopaket (Kameramann im Freifall) liegen die Kosten meist zwischen CHF 450 und CHF 600. Tandemsprünge aus grösserer Höhe (über 4'500 m) oder mit speziellen Wünschen können mehr kosten.

Gutscheine für Tandemsprünge und AFF-Ausbildungen können direkt über die Webseite oder telefonisch bei den jeweiligen Sprungplätzen erworben werden. Swiss Skydiving bietet ebenfalls Gutscheine an, die bei allen Partnerschulen eingelöst werden können. Die Gutscheine sind in der Regel 1–2 Jahre gültig und terminlich flexibel einlösbar.

Wenn ein Sprung aus wetterbedingt abgesagt wird (Entscheid liegt beim Sprungplatz), entstehen dir keine Kosten – der Betrag wird zurückerstattet oder auf einen neuen Termin übertragen. Bei Absagen durch den Kunden gelten die Stornobedingungen des jeweiligen Sprungplatzes. Wir empfehlen, die Bedingungen vor der Buchung zu lesen.

Ja, viele Sprungplätze bieten ab 6–10 Personen Gruppenrabatte oder spezielle Firmen-/Event-Pakete an. Diese beinhalten oft einen exklusiven Zeitslot, bevorzugten Service und Rabatte auf Videopakete. Kontaktiere den gewünschten Sprungplatz direkt für ein individuelles Gruppenangebot.

Die meisten Sprungplätze akzeptieren Kreditkarte (Visa, Mastercard), TWINT und Barzahlung vor Ort. Online-Buchungen laufen in der Regel über Kreditkarte oder TWINT. Banküberweisung ist bei grösseren Beträgen (Gruppen, AFF-Pakete) meist möglich. Prüfe die Zahlungsmethoden im jeweiligen Buchungssystem des Sprungplatzes.

Wetter & Logistik

Springwetter kann schnell wechseln. Wenn der Sprungplatz aufgrund von Wetter schliessen muss, wirst du in der Regel kurz vorher informiert und kannst kostenlos umbuchen. Oft lohnt es sich, flexibel zu sein und auf den Nachmittag zu warten – das Wetter bessert sich häufig. Der Sprungplatz entscheidet final über die Sprungfreigabe.

Für einen Sprung braucht es ausreichend Sicht (mindestens 5 km Horizontal- und Vertikalsicht), keine tiefen Wolken unter der Absprunghöhe und Windgeschwindigkeiten unter einem bestimmten Grenzwert (je nach Schirm und Lizenz). Gewitter, starker Regen oder Nebel führen grundsätzlich zu einem Sprungverbot. Die Entscheidung trifft der Manifest/Springer-Leiter vor Ort.

Das ist stark wetterabhängig und variiert je nach Sprungplatz. In der Hochsaison und bei gutem Wetter solltest du 2–4 Stunden vor Ort einplanen (inklusive Check-in, Bodenschulung, Boarding, Sprung und Nachbesprechung). An Spitzentagen mit vielen Buchungen kann es länger dauern. Plane deinen Tag entsprechend flexibel.

Die meisten Schweizer Sprungplätze sind mit dem Auto gut erreichbar. Einige sind auch mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar (Zug + Taxi oder Shuttle). Detaillierte Anreiseinformationen, Parkmöglichkeiten und GPS-Koordinaten findest du auf der Webseite des jeweiligen Sprungplatzes. Beachte, dass Sprungplätze oft auf Flugplätzen liegen und nicht in Ortschaften.

Die Hauptsaison in der Schweiz läuft von April bis Oktober. Die besten Monate für Springen sind Mai–September. Einige Sprungplätze bieten ganzjährig Sprünge an (bei gutem Wetter), andere schliessen in den Wintermonaten. Für Tandemsprünge und AFF-Kurse empfehlen sich die Monate April–Oktober. Im Herbst sind die Bedingungen oft ruhiger und angenehm.

Lizenzen & Brevet

Das Swiss Brevet A ist die offizielle Anfänger-Lizenz für Fallschirmspringen in der Schweiz, ausgestellt von der Swiss Parachute Association (SPA). Du erhältst es nach: Abschluss der AFF Level 1–7, mindestens 25 absolvierten Sprüngen und dem Bestehen der theoretischen Prüfung. Das Brevet berechtigt zu eigenständigen Sprüngen und zum Springen an Sprungplätzen weltweit.

Das Swiss Brevet B erfordert mindestens 200 dokumentierte Sprünge sowie den Nachweis von Kenntnissen in verschiedenen Disziplinen und Sicherheitsverfahren. Mit dem B-Brevet dürfen Springer bestimmte Fortgeschrittenen-Disziplinen ausüben und an internationalen Events teilnehmen. Die genauen Anforderungen findest du auf der Webseite der Swiss Parachute Association.

Die SPA-Lizenzen haben kein fixes Ablaufdatum, aber Springer mit weniger als einer bestimmten Anzahl Sprünge pro Jahr (Currency) müssen vor weiteren eigenständigen Sprüngen einen Refresher-Kurs mit einem Instruktor absolvieren. Tandem-Instruktoren und AFF-Ausbildner müssen ihre Lizenz jährlich erneuern und entsprechende Trainings nachweisen.

Um Tandem-Instruktor zu werden, benötigst du mindestens 500 Sprünge (meist mehr), ein Swiss Brevet B und eine abgeschlossene Instruktoren-Ausbildung. AFF-Ausbildner benötigen mindestens 500 Sprünge, Unterrichts-Erfahrung und eine separate AFF-Instructor-Ausbildung. Beide Lizenzen werden von der SPA in Zusammenarbeit mit dem BAZL ausgestellt und müssen jährlich erneuert werden.

Ausländische Lizenzen von FAI-Mitgliedsverbänden (z.B. USPA aus den USA, BPA aus UK, DFV aus Deutschland) werden in der Schweiz grundsätzlich anerkannt. Du musst beim ersten Besuch eines Schweizer Sprungplatzes deine gültige Lizenz und dein Sprungbuch vorzeigen. Einige Sprungplätze verlangen zusätzlich eine SPA-Gastmitgliedschaft. Am besten vorab beim Sprungplatz anfragen.

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