AFF Ausbildung
AFF Ausbildung Schweiz
Der Weg zur eigenen Fallschirmspringer-Lizenz – alle Schweizer Dropzones mit AFF-Kursen, Kosten, Voraussetzungen und dem kompletten Lehrplan in 8 Level.
Sprungplatz findenAFF Ausbildung in der Schweiz
7 lizenzierte AFF-Schulen, 8 Level, 25 Sprünge – und du bist selbständiger Skydiver
Die Fallschirmspringer-Ausbildung in der Schweiz
Alles, was du über AFF wissen musst – von den ersten Schritten bis zur eigenen Lizenz
Was ist AFF Ausbildung?
AFF steht für Accelerated Freefall – die international anerkannte Methode, um selbständig Fallschirmspringen zu erlernen. Anders als beim Tandemsprung bist du beim AFF von Anfang an der Hauptakteur: Du trägst deinen eigenen Fallschirm, steuerst ihn selbst und lernst Schritt für Schritt, alle Situationen im Freifall und unter dem Schirm eigenständig zu beherrschen. In der Schweiz folgt die Ausbildung dem Programm des Schweizerischen Hängegleiter-Verbands (SHV) und orientiert sich an den internationalen FAI-Standards.
Das AFF-Programm ist in 8 Level unterteilt, die aufeinander aufbauen. Jedes Level vermittelt neue Fähigkeiten – vom ersten betreuten Sprung mit zwei Coaches an der Seite bis hin zu vollständig selbständigen Solosprüngen mit Drehungen, Rückwärtsfahrt und präziser Landung. Wer alle 8 Level erfolgreich absolviert und mindestens 25 dokumentierte Sprünge gesammelt hat, erhält den begehrten A-Schein – die Schweizer Fallschirmspringer-Grundlizenz.
Wie viele AFF-Schulen gibt es in der Schweiz?
Die Schweiz verfügt über ein dichtes Netz von lizenzierten AFF-Schulen. Derzeit bieten 7 Dropzones in verschiedenen Regionen des Landes vollständige AFF-Ausbildungsprogramme an. Von der Deutschschweiz über das Tessin bis in die Romandie – egal wo du wohnst, ist eine AFF-Schule nicht weit. Die Dropzones sind über die ganze Schweiz verteilt: Beromünster (LU), Grenchen (SO), Altenrhein (SG), Kappelen (BE), Interlaken (BE), Locarno (TI) und im Raum Freiburg/Waadt.
Alle Schweizer AFF-Schulen arbeiten mit erfahrenen, zertifizierten AFF-Coaches und modernem Equipment. Die meisten bieten neben der eigentlichen Ausbildung auch Videodokumentation jedes Sprungs an – ein wertvolles Lernwerkzeug, das dir erlaubt, deine Technik nach jedem Sprung gemeinsam mit dem Coach zu analysieren. Einige Schulen ermöglichen auch intensive Blockkurse, bei denen du mehrere Level an einem Wochenende absolvieren kannst.
Was kostet AFF in der Schweiz?
Die Gesamtkosten für den AFF-Kurs in der Schweiz liegen typischerweise zwischen CHF 2'500 und CHF 3'500. Diese Summe umfasst den obligatorischen Grundkurs (1 Tag Theorie und Bodentraining), alle 8 AFF-Level-Sprünge inklusive Equipment und Coaching sowie die Wiederholungssprünge, die manche Schüler in bestimmten Leveln benötigen. Nicht immer inbegriffen sind die Konsolidierungssprünge nach Level 8, die du bis zur Gesamtzahl von 25 Sprüngen benötigst.
Hinzu kommen einmalige Kosten für den ärztlichen Tauglichkeitsnachweis (ca. CHF 50–150), die Anmeldung beim SHV und die Prüfungsgebühren für die theoretische Lizenzprüfung. Viele Schulen bieten Ratenzahlung oder Kurspaket-Preise an. Ein Vergleich der Schulen lohnt sich – die Unterschiede liegen oft in den enthaltenen Extras wie Videoservice, Ausrüstungsleihe und der Betreuungsintensität.
Voraussetzungen für die AFF Ausbildung
Um mit der AFF Ausbildung in der Schweiz beginnen zu können, musst du einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre – unter 18 Jahren ist die schriftliche Einwilligung der Eltern erforderlich. Das Maximalgewicht liegt üblicherweise bei 100 kg (mit Ausrüstung), da die Öffnungskräfte und die Landebelastung sonst zu hoch werden. Zudem musst du ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis vorlegen, das bestätigt, dass du körperlich und geistig fit genug bist, um Fallschirmspringen zu betreiben.
Besondere sportliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – weder Mut noch Akrobatik-Erfahrung sind Grundbedingungen. Was zählt, ist die Fähigkeit, unter Stress ruhig zu denken, Anweisungen zu folgen und mit dem eigenen Körper im Freifall zu arbeiten. Ein Tandemsprung als Vorbereitung ist zwar nicht zwingend, wird aber von vielen AFF-Schulen empfohlen, um bereits erste Freifallmomente erlebt zu haben, bevor man mit der Ausbildung startet.
Alle AFF-Schulen in der Schweiz
7 zertifizierte Dropzones mit vollständigem AFF-Ausbildungsprogramm
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Der Weg zur Fallschirmspringer-Lizenz
Vom Grundkurs bis zum A-Schein – so funktioniert AFF in der Schweiz
Grundkurs (1 Tag)
Der AFF-Kurs beginnt mit einem intensiven eintägigen Grundkurs am Boden. Du lernst alle Fallschirmsysteme kennen, übst Notfallprozeduren, trainierst Freifall-Manöver am Boden und absolvierst Trockenübungen für den Absprung. Voraussetzung: Mindestalter 16 Jahre, ärztliches Zeugnis, gute körperliche Verfassung und maximal 100 kg Körpergewicht.
AFF Level 1 & 2 – Erste eigene Sprünge
In Level 1 und 2 springst du mit zwei zertifizierten AFF-Coaches an deiner Seite. Sie begleiten dich im Freifall, sichern dich und geben dir direktes Feedback. Du lernst die stabile Bauchlage, die Öffnung des Fallschirms auf Kommando und die grundlegenden Steuerungsmanöver. Nach Level 2 hast du bereits 4 betreute Sprünge gesammelt.
AFF Level 3–8 – Zunehmende Selbständigkeit
In Level 3 und 4 springst du noch mit einem Coach, ab Level 5 absolvierst du zunehmend selbständige Sprünge. Du lernst Drehungen, Vorwärts- und Rückwärtsfahrt, Saltos und präzises Steuern des Fallschirms zur Landezone. Nach Level 8 folgst du Konsolidierungssprüngen bis du die Mindestanzahl von 25 Sprüngen für den A-Schein erreicht hast.
A-Schein & eigene Ausrüstung
Mit 25 dokumentierten Sprüngen und bestandener Theorieprüfung erhältst du die FAI/A-Lizenz und darfst ab sofort selbständig an allen BAZL-zugelassenen Dropzones der Schweiz springen. Viele Absolventen kaufen nach der Lizenz gebrauchte Ausrüstung (ab ca. CHF 3'000) und spezialisieren sich auf Freefly, Wingsuit oder Formation Skydiving.
Häufige Fragen zur AFF Ausbildung in der Schweiz
Alles, was du über AFF und die Fallschirmspringer-Lizenz wissen solltest
AFF (Accelerated Freefall) ist die internationale Standardmethode zum Erlernen des selbständigen Fallschirmspringens. Im Gegensatz zum Tandemsprung trägst du beim AFF deinen eigenen Fallschirm und steuerst ihn selbst. Die Ausbildung ist in 8 Level unterteilt, die aufeinander aufbauen. In den ersten Leveln wirst du von zertifizierten AFF-Coaches im Freifall begleitet. Mit jedem Level wächst deine Selbständigkeit, bis du nach Level 8 vollständig solo springst und auf dem Weg zur A-Lizenz bist.
Für den Schweizer A-Schein (Fallschirmspringer-Grundlizenz) benötigst du mindestens 25 dokumentierte Sprünge sowie eine bestandene Theorieprüfung. Die 8 AFF-Level decken typischerweise rund 8–10 dieser Sprünge ab. Die restlichen Sprünge bis zu Gesamtzahl 25 absolvierst du als sogenannte Konsolidierungssprünge, bei denen du die erlernten Techniken selbständig verfestigst und weitere Manöver übst.
Die Gesamtkosten für einen vollständigen AFF-Kurs in der Schweiz liegen zwischen CHF 2'500 und CHF 3'500. In dieser Summe sind üblicherweise der Grundkurs, alle 8 Level-Sprünge, Equipment-Leihe und das Coaching enthalten. Hinzu kommen Kosten für den ärztlichen Tauglichkeitsnachweis (ca. CHF 50–150), die SHV-Mitgliedschaft und die Prüfungsgebühren. Die genauen Preise variieren je nach Dropzone – ein Vergleich mehrerer Schulen lohnt sich.
Das Mindestalter für die AFF Ausbildung in der Schweiz beträgt 16 Jahre. Personen unter 18 Jahren benötigen zusätzlich die schriftliche Einwilligung ihrer Eltern bzw. gesetzlichen Vormund. Nach oben gibt es kein festes Alterslimit – entscheidend ist die körperliche Tauglichkeit, die durch ein ärztliches Zeugnis bestätigt wird. Es gibt aktive Skydivers in der Schweiz, die ihren A-Schein noch im fünften Lebensjahrzehnt gemacht haben.
Das hängt von der Dropzone ab. Einige Schweizer AFF-Schulen wie Swiss Boogie (Kappelen) und Flying Devil (Freiburg/Waadt) sind ganzjährig geöffnet. Die meisten anderen Schulen arbeiten saisonal, typischerweise von April bis Oktober. Es lohnt sich, die Saison möglichst früh zu starten, um die Sprünge nicht durch schlechtes Wetter oder Saisonschluss unterbrechen zu müssen. Im Winter sind Sprünge bei klarem Wetter an den ganzjährig geöffneten Dropzones möglich.
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