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AFF Ausbildung Kosten Schweiz – Was kostet die Fallschirmlizenz?

AFF Ausbildung

AFF Ausbildung Kosten Schweiz

Was kostet die Fallschirmlizenz wirklich? Alle Kosten für Kurs, Ausrüstung und Lizenz – transparent und ohne Überraschungen.

AFF Ausbildung: Alle Kosten transparent

Von den ersten Sprüngen bis zur Lizenz – was die Fallschirmausbildung in der Schweiz wirklich kostet

AFF Ausbildung: Alle Kosten auf einen Blick

Von den ersten Sprüngen bis zur eigenen Lizenz – so viel kostet der Weg zum selbständigen Fallschirmspringer

Was ist AFF Ausbildung?

AFF steht für Accelerated Freefall – den weltweit anerkannten Standard für die Fallschirmsportlizenz. In der Schweiz wird die AFF-Ausbildung durch das BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt) reguliert. Du lernst dabei nicht als passiver Mitfahrer (wie beim Tandemsprung), sondern von Anfang an als eigenverantwortlicher Pilot deines eigenen Schirms.

Der Kursaufbau ist klar strukturiert: Zu Beginn steht ein Bodentraining von einem Tag, in dem Theorie, Notfallprozeduren und die Freifalltechnik auf dem Boden geübt werden. Danach folgen die 8 AFF-Pflichtsprünge (Level 1–8) – zunächst mit zwei Instruktoren an deiner Seite, später mit nur einem, bis du schliesslich alleine fliegst. Nach den 8 Levels absolvierst du Konsolidierungssprünge solo, bis du auf die erforderliche Gesamtzahl von 25 Sprüngen kommst. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit der Lizenzprüfung und der Beantragung des A-Scheins beim BAZL.

Die Gesamtkosten für die AFF-Ausbildung liegen in der Schweiz typischerweise zwischen CHF 3'500 und CHF 6'000 – je nach Dropzone, Anzahl der benötigten Wiederholungssprünge und Kursformat. Hinzu kommen später Kosten für eigene Ausrüstung und laufende Sprunggebühren.

Warum variieren die Kosten so stark?

Der grösste Kostentreiber sind Wiederholungssprünge: Wer ein Level nicht besteht, muss es wiederholen – jeder zusätzliche Sprung kostet CHF 250–500. Manche Schüler schaffen alle 8 Level im ersten Versuch, andere brauchen 12–14 Sprünge für dieselbe Strecke. Auch die Anzahl der Konsolidierungssprünge variiert stark: Das Minimum liegt bei etwa 10 Sprüngen nach Level 8, manche Instruktoren empfehlen 15–20 Sprünge vor der Prüfung.

Dazu kommt, dass verschiedene Dropzones unterschiedliche Preisstrukturen haben: Einige bieten Pauschalpreise für den kompletten AFF-Kurs an, andere rechnen jeden Sprung einzeln ab. Ein Pauschalangebot gibt dir mehr Planungssicherheit – frage beim Anmelden explizit nach, was im Preis enthalten ist.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Realistisch ist eine volle Saison einzuplanen – von Mai bis Oktober. Das Wetter in der Schweiz macht schnelle Intensivkurse schwierig: An vielen Tagen verhindert Bewölkung, Wind oder Regen das Springen. Wer intensiv trainiert und viel Glück mit dem Wetter hat, kann die Ausbildung in 6–8 Wochen abschliessen. Die meisten Schüler brauchen 3–5 Monate, wenn sie an Wochenenden und freien Tagen springen.

Kostenübersicht AFF 2026
CHF 3'500–6'000
Gesamtkosten AFF-Kurs
8 Pflichtsprünge
Level 1–8 mit Coach
10–20 Sprünge
Konsolidierung solo
CHF 200–350
Lizenzgebühr BAZL
ab CHF 3'000
Ausrüstung gebraucht
CHF 8'000–15'000
Ausrüstung neu
AFF Schulen in der Schweiz →

Kostenaufschlüsselung: Phase für Phase

Was kostet welcher Abschnitt der Ausbildung – und wo entstehen unerwartete Mehrkosten?

Phase Leistung Kosten (CHF)
Bodentraining Theoriekurs, Notfallprozeduren, Bodensimulation (1 ganzer Tag) 150–250
AFF Level 1 Doppelbegleitung (2 Instruktoren gleichzeitig), erster freier Fall 350–500
AFF Level 2–3 Doppelbegleitung, Stabilisierung und Grundmanöver im Freifall je 300–450
AFF Level 4–8 Einzelbegleitung (1 Instruktor), Drehungen, Turns, Rückwärtsfahrt je 250–380
Wiederholungssprünge Bei nicht bestandenem Level (je nach Dropzone mit/ohne Rabatt) je 200–450
Konsolidierung 10–20 Sprünge Solosprünge zur Festigung der Technik (Sprungzeug gestellt) je 150–220
Lizenzgebühr BAZL A-Schein Beantragung beim Bundesamt für Zivilluftfahrt 200–350
Videodokumentation Optionale Videoanalyse pro Sprung (sehr empfohlen für Lerneffekt) je 30–60
Total Kurs (ohne eigene Ausrüstung, ohne Video) CHF 3'500–6'000
Wichtiger Hinweis: Frage vor der Anmeldung explizit nach dem Kursformat. Manche Dropzones bieten Pauschalpakete an (z.B. CHF 3'800 all-inclusive für AFF Level 1–8 + 10 Konsolidierungssprünge), andere rechnen jeden Sprung einzeln ab. Bei Einzelabrechnung kann der Endpreis deutlich höher ausfallen, wenn du einzelne Levels wiederholen musst.

Ausrüstungskosten: Was braucht man nach der Lizenz?

Während der AFF-Ausbildung wird Schulausrüstung gestellt – nach der Lizenz braucht du dein eigenes Rig

Gebrauchtes Rig
ab CHF 3'000
Gebrauchte Fallschirmsysteme (Hauptschirm, Reserve, Container, AAD) sind bei Clubs, auf Skydiver-Marktplätzen und im Fachhandel erhältlich. Wichtig: Vor dem Kauf immer von einem Rigger prüfen lassen. Auf AAD-Ablaufdatum und Reservepackdatum achten.
Neues Rig
CHF 8'000–15'000
Neue Ausrüstung gibt dir maximale Sicherheit und Individualität. Container (Javelin, Mirage, Infinity etc.), Hauptschirm, Reserve und AAD werden meist getrennt bestellt. Lieferzeiten von 3–6 Monaten sind normal. Empfohlen für Springer ab 200 Sprüngen.
Helm, Altimeter & Brille
CHF 300–800
Full-Face-Helm (CHF 150–400), digitaler oder analoger Höhenmesser (CHF 80–250), Springerbrille (CHF 20–80). Viele Anfänger kaufen zunächst günstige Einsteigermodelle und steigen nach ein paar hundert Sprüngen auf bessere Ausrüstung um.
💡
Empfehlung für Neueinsteiger: Kaufe nach der Lizenz zunächst gebrauchte Ausrüstung. Ein geprüftes gebrauchtes Rig für CHF 3'500–5'000 ist vollkommen sicher und erlaubt dir, die ersten 100–200 Sprünge zu machen, bevor du weisst, welchen Schirmtyp und Container-Stil du wirklich willst. Viele Springer wechseln nach dem ersten Jahr ihre Ausrüstung sowieso – mit gebrauchter Ausrüstung verlierst du dabei deutlich weniger Geld.

Laufende Kosten nach der Lizenz

Mit der Lizenz beginnt das eigentliche Springen – und die laufenden Kosten. Hier ein realistischer Überblick

Sprunggebühr (Flugzeugticket)
CHF 30–50
Pro Sprung, je nach Dropzone und Absprunghöhe. Sprünge aus 4000m kosten mehr als aus 2700m. Viele Clubs bieten Zehnerblöcke mit Rabatt an.
Jahresbeitrag Verein / Club
CHF 100–300
Die meisten Springer sind Mitglied bei einem Skydive-Club oder einer Dropzone. Mitgliedschaft gibt oft Rabatte auf Sprunggebühren und Versicherung.
Haftpflichtversicherung
CHF 50–150 / Jahr
In der Schweiz ist eine Haftpflichtversicherung für Fallschirmspringer Pflicht. Oft über den SHV oder einen internationalen Verband (z.B. FAI) abgedeckt.
Rig-Wartung & Reepack Reserve
CHF 60–120 / 6 Monate
Die Reservefallschirm muss alle 6 Monate von einem lizenzierten Rigger neu gepackt werden. Pflicht! Dazu kommen gelegentliche Wartungskosten für AAD und Material.
Realistische Gesamtkosten im ersten Jahr (Lizenz + 200 Sprünge)
CHF 7'000–10'000
Sprünge + Vereinsbeitrag + Versicherung + Wartung (Ausrüstung bereits vorhanden)
200 Sprünge im ersten Jahr sind sehr aktiv – viele Springer machen 50–100 Sprünge im ersten Jahr. Rechne ca. CHF 35–45 pro Sprung als Durchschnitt. Dazu Vereinsbeitrag, Versicherung und Reepack. Wer sich eigene Ausrüstung kauft, kommt im ersten Jahr auf CHF 10'000–20'000 total.

Lohnt sich die AFF-Ausbildung?

Eine ehrliche Einschätzung – damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst

Dafür spricht
  • Ein Sport fürs Leben – einmal gelernt, nie vergessen. Skydiving ist mit 60 genauso möglich wie mit 25.
  • Einzigartige Gemeinschaft: Skydivers sind eine internationale Familie. An jeder Dropzone weltweit wirst du aufgenommen.
  • Perspektivwechsel, der alles verändert: Freier Fall ist keine Metapher – wer es erlebt hat, sieht vieles anders.
  • Nach der Grundlizenz öffnen sich neue Disziplinen: Formation, Freefly, Wingsuit, BASE – die Welt ist gross.
  • Klarer Fortschritt: Die 8 AFF-Level geben dir messbaren Lernfortschritt und konkretes Feedback nach jedem Sprung.
Was du wissen musst
  • Erhebliche finanzielle Investition: CHF 10'000–20'000 in den ersten zwei Jahren ist realistisch – nicht für jedes Budget.
  • Wetterbedingungen in der Schweiz: Viele geplante Sprünge werden wegen Bewölkung oder Wind abgesagt. Geduld ist gefragt.
  • Zeitaufwand: Die Ausbildung über eine volle Saison fordert Verfügbarkeit an Wochenenden und gelegentlich unter der Woche.
  • Risikobewusstsein: Skydiving ist sicherer als viele denken, aber kein risikofreier Sport. Sicherheitskultur muss man ernst nehmen.
  • Nach der Lizenz beginnt das eigentliche Lernen: 25 Sprünge machen noch keinen erfahrenen Skydiver – bleib bescheiden.
Unser ehrliches Fazit: Die AFF-Ausbildung lohnt sich für Menschen, die langfristig Fallschirmspringen als Sport betreiben wollen – nicht für einen schnellen Kick. Wer nur einmal "Fallen fühlen" möchte, ist mit einem Tandemsprung besser beraten (und spart CHF 15'000+). Wer aber weiss, dass er süchtig wird – und die meisten, die einmal gesprungen sind, wissen das – für den ist die AFF-Ausbildung die einzige richtige Antwort.

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